Kurze Geschichte der Antisemitismusdebatte in der deutschen Linken

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Das Buch „Kurze Geschichte der Antisemitismusdebatte in der Linken in Deutschland“, das 2013 als Band 4 in der Reihe „Antifaschistische Politik“ in der Edition Assemblage erschienen ist, skizziert in Kurzform die Bedingungen, die in Deutschland in den letzten zwei Jahrzehnten zur Herausbildung einer israelsolidarischen Linken führten, die die hegemoniale Stellung, die propalästinensische Strömungen lange Jahre in linken Zusammenhängen hatte, infrage stellten. In dem Buch untersucht der Historiker Peter Ullrich, wie diese Herausbildung einer israelsolidarischen versus einer propalästinensischen Linken den Blick auf die Konflikte im Nahen Osten auch im Vergleich zu den europäischen Nachbarländern verändert hat. Der Publizist Bernard Schmid zeigt auf, wie Teile der extremen Rechten in Europa eine proisraelische Positionierung einnehmen, was auch aktuell zu beobachten ist.
In dem Buch werden einige Vorschläge zur Versachlichung der Debatte zur Diskussion gestellt. So wird die Kategorie regressive Israelkritik eingeführt, um einer Überdehnung des Antisemitismusbegriffs zu begegnen. Angesichts der erneuten Zuspitzung der Antisemitismusdebatte kann das Buch einen Beitrag zur Herausbildung einer emanzipatorischen Position im Nahostkonflikt jenseits nationalistischer Narrative liefern.